Auf ein Wort – von Mann zu Mann

Sie sind ein Mann und halten nichts von Paartherapie? Dann geht es Ihnen so wie mir – vor Jahren. Denn da willigte ich nach langem Hin und Her ein, mit meiner damaligen Frau zu einer Paartherapeutin zu gehen. Und es bestätigte sich genau das, was ich befürchtet hatte. Ich wurde zum Sündenbock erkoren. Nur ich sollte an mir arbeiten und mich  ändern. Peng! Thema Mann und Paartherapie gegen die Wand gefahren.

Damit hätte ich meine Einstellung zur Paartherapie besiegeln und das Thema ad acta legen können. Unsere Ehe war jedenfalls damals tatsächlich am Ende. Doch meiner Einstellung zur Paartherapie wollte ich aus irgendeinem Grund noch eine weitere Chance geben.

Vielleicht, weil mich damals insbesondere die Vorgehensweise unserer Therapeutin so sehr ärgerte… Jedenfalls stürzte ich mich einige Zeit später selbst in die Ausbildung zum Paartherapeuten. Für mich stand fest: Wir Männer (und auch die Frauen) brauchen jemanden, der sie ernst nimmt und nicht das Spiel „Wer ist hier der Bösewicht?“ mit ihnen spielt und sich womöglich mit der Ehefrau gegen den Mann verbündet (oder mit dem Mann gegen die Frau)…

Durch meine eigene Erfahrung wusste ich nur zu gut, wie böse es sich anfühlt, nicht ernst genommen zu werden, den Stempel „nicht empathisch“ oder sogar „gefühlskalt“ auf die Stirn gedrückt zu bekommen und während der Therapie auch noch als Sündenbock quasi öffentlich vor der Therapeutin an den Pranger gestellt zu werden. Das wollte ich Männern ersparen!

Und so bin ich heute derjenige, der den Männern gegenüber sitzt, die genau so oder ähnlich denken wie ich damals und sich fragen: „Was soll ich hier eigentlich?“. Mann und Paartherapie kann das überhaupt kompatibel sein?

 

Ihre Bedenken sind berechtigt! Und es lohnt sich allemal ihnen – von Mann zu Mann – auf den Grund zu gehen!

Also machen Sie es sich bequem und lassen Sie sich überraschen, ob oder an welchen Stellen Sie sich wiederfinden. Und was ich als Mann und aus Sicht des Therapeuten zu unseren „Männer – Bedenken“ gegen eine Paartherapie zu sagen habe. Sie sind auch herzlich eingeladen mir Ihre Meinung zum Thema „Mann und Paartherapie“ entweder unten oder auch per E-Mail mitzuteilen. Ich freue mich auf eine rege Diskussion.

 

Mann und Paartherapie? Woran liegt es wohl, dass Männer den Weg zur Paartherapie meiden?

Sicher nicht am Mann allein… Hier nur drei der häufigsten Gründe, die uns Männer abschrecken:

  1. Ein Grund mag sein, dass wir überhaupt keine Notwendigkeit für eine Paartherapie sehen. Alles läuft doch. Zumindest aus unserer Sicht.


Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Die Frauen haben oft viel feinere Antennen für erste Anzeichen von möglichen Problemen. Das kann uns Männern dann schon mal mächtig auf den Geist gehen. Doch wenn unsere Frauen da eine besondere Fähigkeit besitzen, warum diese nicht für uns nutzen? Und zwar möglichst schon in einem frühen Stadium. Letztendlich lieben wir unsere Frauen und wollen doch, dass es auch ihr mit uns in unserer Beziehung geht!

 

  1. Ein weiterer Punkt könnte sein, wenn wir selbst erkannt haben, dass nicht alles im Lot ist, dass wir dann der festen Überzeugung sind: „Das renkt sich auch von alleine wieder ein“ oder „Das kriege ich schon alleine mit meiner Frau wieder hin“.

 

Ein oftmals trügerischer Irrtum. Und wenn wir ehrlich sind, wissen wir das auch. Es fehlt uns der Blick von Aussen. Und vielleicht auch etwas Handwerkszeug. Beziehungsarbeit ist gar nicht so schwer – sobald wir die richtigen Tools in der Hand haben. Und es kann viel Spaß machen gemeinsam wieder an einem Strang zu ziehen und wieder ein unschlagbares Team zu werden.

 

  1. Einige von uns haben vielleicht auch ein Problem damit, sich von einer (anderen) Frau (Therapeutin) etwas sagen zu lassen. Auch wenn es sich nur um Angebote oder einen Vorschlag zum Beispiel zur Änderung des eigenen Gedankenkonstrukts handelt. Für uns Männer fühlt es sich dann eben schnell an wie zwei gegen einen. Und das ist eine unfaire Ausgangslage, die sich auch Frauen nicht wünschen.

 

Wie wäre es, wenn Ihnen ein (Therapeuten-) Paar gegenübersitzt? Von Paar zu Paar lässt es sich einfacher und auch gleichberechtigt miteinander reden. Und jede Seite – die Ihrer Frau UND Ihre eigene – finden Berücksichtigung. So profitieren Sie von der unschätzbaren Möglichkeit, die eigene Perspektive erweitern zu können und die eigene Beziehung zu Ihrer Frau einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können.

 

Eine stimmige Gesprächskonstellation macht den entscheidenden Unterschied

Wir haben in unserer Praxis die Erfahrung gemacht, dass einige Männer zunächst lieber ein erstes kostenfreies Einzel – Kennenlerngespräch mit mir als männlichen Therapeuten bevorzugen (oder Frauen mit meiner Frau). Vielleicht weil  ein Mann den männlichen Standpunkt, die Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse aber auch Nöte und Ängste eines Mannes besser nachvollziehen kann als eine Frau.

Fragen Sie sich selbst, welche Gesprächsform Ihnen am angenehmsten wäre und erkundigen Sie sich dann bei uns oder einem anderen Therapeutenpaar nach Umsetzungsmöglichkeiten. Niemand – weder Frau noch Mann – sollte sich in den Gesprächen während einer Paartherapie klein oder schwach fühlen. Und wir Männer sollten unseren Tatendrang, unsere Männlichkeit unbedingt mit in die Gespräche einfließen lassen dürfen. Andernfalls entziehen wir unserer Partnerschaft oder Ehe die Möglichkeit, den besten Lösungsweg für uns beide zu finden. Weibliche Intuition und männlicher Tatendrang sind eine kostbare Kombination!

Männer spüren heutzutage sehr genau, ob ihre Beziehung in Schieflage gerät

Schön ist, dass immer mehr Männer zu uns kommen um sich zu informieren was alles möglich ist. In diesen Gesprächen zeigt sich dann immer wieder ein vollkommen anderes Bild von den Männern und dem Thema Mann und Paartherapie. Hier gilt dann nicht mehr das Vorurteil „Männer lehnen eine Paartherapie grundsätzlich ab“. Nein, ganz im Gegenteil. Männer wissen heute schon sehr genau, wenn sich Ihre Beziehung/Ehe in einer „Schieflage“ befindet oder es länger anhaltende Themen gibt.

Sie wissen nur meist nicht wie sie mit dieser Situation umgehen sollen. Berechtigterweise fühlen sie sich an der Situation nicht allein schuldig. Schuld ist übrigens ein Ausdruck, der meiner Meinung nach nichts in der Paartherapie zu suchen hat.  Anteile an Problemen oder Themen haben BEIDE Partner in einer Beziehung.

Es ist immer wieder toll mitzuerleben, wie sich eine Beziehung entwickelt, wie viel Nähe wieder entsteht, wenn beide erkannt haben, dass sie Unterstützung möchten.

Ich freue mich auf ein Wort von Mann zu Mann mit Ihnen. Nehmen Sie Ihre Bedenken gegenüber einer Paartherapie ernst und lassen Sie uns gemeinsam schauen, ob wir eine für SIE passende Gesprächsatmosphäre schaffen können, die Ihnen und Ihrer Frau ganz neue Möglichkeiten eröffnen kann.

Lassen Sie es sich wieder gut gehen …

Jörg Janzen

Coaching & Paarberatung Kerstin Janzen

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Ich habe doch immer alles getan

Was muss ich denn noch machen, damit ich ein guter Familienvater, Ehemann, Partner bin? Bin ich als Mann, so wie ich bin, überhaupt noch richtig? Ich habe doch immer alles getan, oder?

Diese Fragen tauchen in unseren Gesprächen mit Paaren immer wieder auf. Und da es für die Beziehung wichtige Frage sind, gehen wir ihnen hier einmal näher auf den Grund.

Wie wir Männer uns in unserer Paarbeziehung verlieren können

Wir arbeiten den ganzen Tag in unserem Job um Geld zu verdienen, damit das eigene Haus oder die Wohnung, und all die Rechnungen bezahlt werden können. Und wir sparen, damit vielleicht sogar noch ein wenig Geld für den Urlaub oder die kleinen Freuden des Lebens übrig bleibt. Abgekämpft kommen wir dann nach Hause und begeben uns an den Ausbau oder der Reparatur des Hauses, der Verschönerung des Gartens und verbringen – wenn es die Zeit erlaubt – noch eine halbe Stunde mit unseren Kindern. Danach Essen, die Kinder ins Bett bringen und das war’s für heute. Auf der Couch schlafen wir vorm Fernseher ein. Gemeinsame Gespräche, die unsere Frauen noch gern führen möchten, schaffen wir einfach nicht mehr. Morgen ist ein neuer Tag.

Mal ganz ehrlich. Verbringen wir nicht alle einen großen Teil unseres Lebens auf der Arbeit? Und unser Privatleben, wir selbst bleiben auf der Strecke?

Tag um Tag und Woche um Woche, Monat für Monat leben wir nur noch für den Urlaub oder einen freien Tag in der Woche – wenn überhaupt. Wir gewöhnen uns schleichend an ein Leben, das wir doch so gar nicht wollten. Natürlich gehören der Job und auch wiederkehrende Verpflichtungen und Abläufe zum Leben dazu. Schließlich brauchen wir alle auch Sicherheit und so etwas wie Berechenbarkeit. Gut tun sie uns dann, wenn… ja wenn diese wiederkehrenden Abläufe und Verpflichtungen oder auch unser Job uns stärken. Wenn wir positive Kraft daraus ziehen können. Genau das gilt auch für unsere Partnerschaft. Sie soll uns Sicherheit geben und wir wollen unsere Kraftreserven in ihr auftanken.

In der Anfangsphase klappt das auch wunderbar. Wir schreiben uns kleine Liebesbotschaften oder umarmen uns voller Freude, endlich wieder bei diesem wundervollen Menschen sein zu dürfen. Wir genießen vor dem Einschlafen oder nach dem Aufwachen die kurzen Momente des sich aneinander Kuschelns.

Doch mit der Zeit werden wir für diese Aufmerksamkeiten immer unachtsamer und freuen uns irgendwann nicht mehr über diese kleinen Geschenke der Liebe. Sie werden zur Normalität oder vielleicht empfinden wir sie auch als kitschig oder kindisch. Schließlich wollen wir „unseren Mann“ stehen und der Welt und unserer Frau zeigen, dass wir keine Weicheier sondern echte Männer sind. Folglich stellen wir – und meist kurze Zeit später auch unsere Partnerin – diese  Aufmerksamkeiten ein. Der Alltag wird immer trister und grauer, aber so ist das Leben eben. Das wird sich schon auch irgendwann wieder geben…

Klar, wir sind in kurzen Momenten vielleicht auch mal traurig darüber. Sagen aber lieber nichts. Wir ahnen ja auch nicht, dass diese fehlenden kurzen „Tank- und Raststopps“ uns so schaden könnten…

Bei manchen Partnerschaften geht es noch Jahre so weiter, andere Partnerschaften werden schneller auf den Prüfstand gestellt. Spätestens wenn wir Männer die ersten Vorwürfe zu hören bekommen: „Du liebst deine Arbeit mehr als mich!“ oder „Du bist immer nur erschöpft“ sollte unsere rote Warnleuchte anspringen: Zeit für eine Inspektion. Zeit inne zu halten und unser Beziehungs-Navi zu überprüfen. Bringt es uns noch wirklich zu unserem gemeinsamen Ziel? Oder hat es längst unsere gemeinsamen Beziehungs-Ziele durch die anderer Menschen z.B. unserer Chefs, unserer Freunde, der Gesellschaft ersetzt und gespeichert? Ist die Kritik unserer Frauen vielleicht nicht ganz unberechtigt?

Was tun wir? Durch die Vorwürfe fühlen wir uns gekränkt, denn schließlich rackern wir uns ja für die Familie ab!

Mal ganz ehrlich… wenn unsere eigene Frau keinen Sex mehr mit uns haben will, wenn sie vielleicht sogar beginnt mit der Trennung zu drohen, dann endlich dämmert`s vielleicht auch uns Männern. Dann beginnen wir uns zu fragen, wann wir Zeit für uns selbst haben, für unsere Beziehung, für all das was uns mal Spaß gemacht hat und uns früher gemeinsam mit unserer Frau so wichtig war?

Statt jedoch mit ruhigem Kopf rational gemeinsam zu überlegen, was wir in Zukunft anders, besser machen können, welchen Weg wir uns bewusst gemeinsam suchen und welche Ziele wir beide zusammen erreichen möchten, kontern wir gesteuert von unseren Emotionen: „Was soll ich denn noch alles machen?“, „Du bist doch hier diejenige, die Zeit hat sich mit Freundinnen zu treffen, sich mit den Kindern auf dem Spielplatz eine schöne Zeit zu machen!“

Eine Paarbeziehungen ist nicht etwas, das von selbst funktioniert

Wenn wir selbst unausgeglichen sind und nicht für uns sorgen, dann kommt irgendwann die Zeit, da reicht unsere Kraftstoffreserve nicht mehr aus. Dann sind wir „auf“ und unsere Emotionen übernehmen die Regie: wir fragen uns erbost, ob wir nicht ein bisschen Ruhe und Rücksicht verdient haben? Wir haben uns doch schließlich aufgeopfert für die Frau, die Kinder, die Eltern, vielleicht auch sogar noch für die Freunde.

Unsere Partnerin hat sich inzwischen irgendwie von uns weg entwickelt und nennt das selbst „persönliche Weiterentwicklung“. Naja, schließlich hatte sie ja auch Zeit! Dagegen ist unser Leben an uns vorbei gelaufen. Pech gehabt!

Hand auf`s Herz, ist das wirklich so? Verlieren wir Männer, wenn wir nicht gut aufpassen, unser privates Leben, unsere eigene persönliche Weiterentwicklung und die als Paar einfach schneller aus den Augen als unsere Frauen? Ist das überhaupt so wichtig?

Leider stellen wir uns diese Fragen meist erst wenn sich unsere Partnerschaft und damit unser Leben schon in einer Schieflage befindet und unsere Frau nicht mehr will oder nicht mehr kann.

Erst dann fragen wir uns, wie all das passieren konnte, obwohl wir doch alles für die Familie getan haben. Bei anderen läuft es doch auch. Warum nicht bei uns?

Unsere Bedürfnisse und Prioritäten ändern sich

Prioritäten verändern sich wenn Lebensumstände sich verändern (z.B. wenn Kinder dazu kommen, ein Partner krank wird oder wir unseren Job verlieren). Wir fühlen uns zu Hause nicht mehr wohl, und fügen uns schnell unserem Schicksal. Dieses Fügen sieht dann meist so aus, dass wir eben etwas länger im Büro bleiben, uns häufiger mit unseren Kumpels verabreden und uns beziehungsweise unserer Partnerschaft gegenüber immer nachlässiger werden.

Eine Partnerschaft lebt u.a. von gemeinsamen wertvollen Momenten, von gemeinsamen Unternehmungen. Sie bleibt lebendig durch Zeit für und mit dem Partner, Zeit für Nähe und Sexualität, Zeit für gemeinsame Unternehmungen und vor allem auch für ehrliche Gespräche.

Wir sollten uns viel öfter Zeit FÜReinenader nehmen. Zeit, in der wir uns in Ruhe darüber austauschen können, was wir beide anders machen können. Was sich unsere Partnerin von uns wünscht, was ihr fehlt und wie es uns mit ihr geht… Jetzt, wo Deutschland während der Fußball-WM bereits in der Vorrunde ausgeschieden ist, nutzen wir doch die frei gewordene Zeit für einen eigenen Beziehungs-Neustart.

Und auf die beiden Fragen vom Anfang gibt es eine ganz klare Antwort. Sie müssen nicht noch mehr für Ihre Partnerschaft, für Ihre Familie tun! Besinnen Sie sich vielmehr wieder auf das, was IHNEN wirklich gut tut und tun Sie es dann auch! Sobald Sie nicht mehr nur noch funktionieren, sondern wieder auf das achten, was Sie und Ihre Frau wirklich brauchen, beruhigen sich auch die Emotionen auf beiden Seiten. Wut und Ärger sind Hinweise darauf, dass wir unsere Bedürfnisse nicht genug beachten. Und Ihr Bedürfnis nach Nähe und Verständnis erreichen Sie nicht durch noch mehr vom Gleichen. Besinnen Sie sich auf Ihre Anfangszeit zurück. Was haben Sie da anders gemacht? Und wenn Sie das wissen, dann probieren Sie es wieder aus. Auf geht`s!

Unser Praxistipp:

Schreiben Sie Ihrer Partnerin einen Brief aus der Zukunft. Versetzen Sie sich in Ihrer Fantasie einige Wochen oder Monate weiter. Beschreiben Sie, wie und wodurch sich Ihre Beziehung wieder positiv und erfüllt anfühlt. Wie Sie dort hingekommen sind, welche Schritte Sie allein und welche Sie gemeinsam mit Ihrer Partnerin unternommen haben. Erzählen Sie in diesem Brief Ihrer Partnerin davon, welche wunderschönen Möglichkeiten darauf warten, von Ihnen gemeinsam noch gelebt zu werden. Und bedanken Sie sich am Ende des Briefes für die bisherigen schönen Zeiten, die Geduld Ihrer Partnerin in den schwierigen Zeiten und das Vertrauen, dass Ihre Frau in Sie bisher gesetzt hat. Dann überreichen Sie den Brief Ihrer Frau oder schicken Sie ihn ganz oldschool einfach per Post. Probieren Sie hier ruhig etwas unerwartetes, neues aus. Das zeigt, dass Sie bereit sind die eingefahrene Strecke zu verlassen und neues zu wagen!

Wir wünschen Ihnen dafür Mut, Vertrauen in und Neugier auf eigene, auch ungeahnte Möglichkeiten und Potenziale. Wir wünschen Ihnen Wohlwollen angesichts eigener Fehler und der Fehler Ihrer Frau und wieder mehr qualitative Zeit für Sie und Ihre Partnerin.

Lassen Sie es sich wieder gut gehen…

Ihr Jörg Janzen

Coaching & Paarberatung Kerstin Janzen

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Glücklich trotz Konflikte – geht das überhaupt?

Mark und Rebecca sind seit 2 Jahren verheiratet und haben immer wieder Konflikte. In den letzten Wochen streiten sie sich immer wieder über die Ordnung innerhalb Ihrer neuen gemeinsamen Wohnung. Rebecca kann es nicht ausstehen, wenn Mark seine Klamotten abends im Schlafzimmer auf den Boden fallen lässt. Er hingegen findet das einfach nur praktisch. Schließlich räumt er die Sachen auch meistens am nächsten Morgen direkt weg. Die beiden haben schon einige Diskussionen darüber geführt, aber in letzter Zeit wird Rebecca richtig aggressiv bei dem Thema. Gestern hat sie Mark die Socken entgegengeworfen und ihm eine geknallt. Mark versteht nicht, warum seine Wäsche für Rebecca so ein großes Problem darstellt und wendet sich dann einfach von ihr ab. Rebecca versteht nicht, wieso Mark ihr Bedürfnis nach Ordnung und Sauberkeit immer häufiger missachtet. Die beiden haben schon versucht Kompromisse zu finden, doch an die können sich beide irgendwie nie lange halten. Manche Konflikte in unserer Partnerschaft lassen sich einfach nicht durch einen Kompromiss lösen. Jedenfalls nicht so, dass wirklich beide zufrieden mit dem Kompromiss sind.

Bedeutet dies das Aus für die Beziehung?

Nein. Paarforscher John Gottman sagt dazu, dass zum Gelingen einer Beziehung nicht gehört, dass wir für alle Konflikte eine Lösung finden. Vielmehr ist entscheidend, wie wir mit unserem Partner über den Konflikt sprechen. Wie wir die Gegensätzlichkeiten annehmen können und Verständnis füreinander entwickeln.

Hierzu möchten wir Ihnen eine Übung vorstellen: DAS INNERE KONFLIKT-TEAM

  1. Schritt: Bei jedem Konflikt, den Sie verspüren, flüstern Ihnen verschiedene „Stimmen“ Argumente zu, die Sie davon überzeugen wollen, dass Sie im Recht sind. Benennen Sie Ihren Konflikt und hören Sie bewusst auf Ihre „Stimmen“.
  2. Schritt: Jede Stimme ist Team-Mitglied. Und jede Stimme vertritt ein Argument.
    Team-Mitglieder können beispielsweise sein:
  • Die Ordentliche: „Dreckige Wäsche räumt man in den Wäschekorb.“
  • Der Chaot: „Ordnung ist etwas für Pedanten und Schwächlinge.“
  • Die Mutter: „Sowas gehört sofort gemacht.“
  • Der Pragmatische: „Morgen früh musst du eh an den Kleiderschrank.“
  • Die Richterin: „Wer nicht hören will muss eben fühlen.“
  • Der Schlaue: „Verzieh dich lieber und widersprich ihr nicht, dann ist sie später bestimmt wieder lieb zu dir.“
  • Die Rebellin: „Das darfst du dir nicht gefallen lassen!“
  • Der Abenteurer: „Wenn ihr euch jetzt streitet, dann ist endlich mal wieder Action in der Bude.“
  • Die Liebende: „Verzeih ihm seine Unordentlichkeit.“

  Jede dieser Stimme will gehört und beachtet werden. Finden Sie daher erst einmal getrennt voneinander Ihre Team-Mitglieder für Ihren Konflikt.
Benennen Sie jeder mindestens 6 Team-Mitglieder mit passenden Beschreibungen/Begriffen und den jeweiligen Argumenten.
Anschließend wählen Sie den aktuellen Team-Kapitän aus. Das ist meist der, der Ihnen zuerst in den Sinn kommt.

  1. Schritt: Erstellen Sie nun eine Rangfolge der Team-Mitglieder nach Ihrer Bedeutung ihrer Aussage. Welchen Stimmen schenken Sie mehr Glauben als anderen? So erhalten Sie eine Rangfolge von 1 -6.
  2. Schritt: Sortieren Sie nun das Team um. Fragen Sie sich, wie Sie mit dem Konflikt besser zurecht kommen können und platzieren Sie Ihr inneres Team neu von Rang 1-6. Die Aufgabe des Team-Kapitäns übernehmen übrigens Sie selbst in diesem neuen Team.
  3. Schritt: Trinken Sie nun in Ruhe einen Tee und überlegen Sie sich, ob Sie nicht mit dieser neuen Team-Aufstellung ins nächste Spiel starten wollen.
  4. Schritt: (für Mutige) Tauschen Sie sich mit Ihrem Partner über Ihr altes und neues Team aus.

Konflikte zeigen uns unsere eigenen Baustellen auf

Wenn wir uns über ein Verhalten unseres Partners besonders stark ärgern, will uns unser Ärger auf etwas aufmerksam machen. Auf etwas, dass mit uns und weniger mit dem Verhalten unseres Partners zu tun hat. Rebecca fand für sich durch die Übung „Das innere Konflikt-Team“ heraus, dass sie beim Thema Ordnung der Stimme der Rebellin unbewusst die Funktion des Team-Kapitäns zukommen lassen hatte. Hierdurch versuchte die „Rebellin“ in ihr sich einen Ausgleich für die vielen Situationen in Rebeccas Leben zu verschaffen, in denen Rebecca sich viel zu viel hat gefallen lassen. Als Rebecca das erkannte, konnte sie sich wieder die Rolle des Team-Kapitäns zurück holen und entschied sich dafür, dass wieder die Liebende in ihr Herz einziehen konnte. Ihr wurde bewusst, dass sie mit Mark einen Partner hatte, der zwar immer mal wieder unordentlicher war als sie selbst, der ihr allerdings auch so viele andere Bedürfnisse erfüllte und sie wunderbar ergänzte.

Und auch Mark erkannte, dass in Konfliktsituationen sein inneres Team-Mitglied „Der Schlaue“ gar nicht wirklich so schlau war. Es war eher der Ängstliche, der sich wie in der Kindheit schon, nicht traute der Mama zu widersprechen. Stattdessen zog er sich in sein Zimmer zurück. Doch jetzt als erwachsener Mann holte auch sich die Rolle des Team-Kapitäns zurück und stellt nun sein Inneres Team immer mal wieder neu zusammen.

Seien SIE es sich wert!

Coaching & Paarberatung Kerstin Janzen

Und plötzlich ist es anders…

Kathrin steht in der Küche und erledigt wieder einmal den Abwasch allein. Früher hatten Leon und sie in der Küche immer den meisten Spaß zusammen – egal ob beim Kochen, beim Abwaschen oder einfach so bei einer Kerze und einem Glas Wein. Und plötzlich ist es anders…

Seit einiger Zeit hat sich alles verändert. Die ganzen Aufgaben im Haushalt bleiben an ihr hängen und Leon sitzt nur noch vorm Rechner und arbeitet. Warum fühlt sich Kathrins Leben plötzlich so anders an? So schrecklich verfahren und spießig?

Beide wollten immer Kinder. Klar ist vieles mit Zwillingen anstrengender, aber sie lieben doch ihre beiden Racker! Und Leon träumte auch schon immer von einem Job in Frankfurt. Nun endlich hat er ihn. Allerdings ist er jetzt kaum mehr zu Hause… und in seiner Freizeit kümmert er sich seit drei Monaten auch noch zusätzlich um seinen an Demenz erkrankten Vater.

Dies erzählt Kathrin einer Freundin bei einer Geburtstagsparty. Und ihr geht es nicht allein so. Unser Leben verändert sich immer schneller. Kaum sind wir erwachsen, ziehen wir wegen des Studiums in eine neue Stadt. Dann lernen wir unseren Partner kennen und ziehen zusammen. Irgendwann kommt das erste Kind oder eine neue berufliche Herausforderung. Vielleicht auch beides gleichzeitig wie bei Kathrin und Leon. Und plötzlich merken wir: unser Leben verläuft nicht so wie wir es uns immer gewünscht haben. Die Liebe zum Partner ist auf der Strecke geblieben…

Wenn wir in unserem Leben nicht mehr glücklich und zufrieden sind, hat dies sehr oft mit unserer Beziehung zu tun

Neue Situationen und andere Lebensumstände wie beispielsweise

  • Elternzeit
  • Kinder/Erziehung
  • Beruf/Neuorientierung
  • Karriere /Arbeitslosigkeit
  • Burn-Out/Krankheit
  • Hausbau/Kauf
  • Pflege der Eltern

usw. führen auch oft zu veränderten Verhaltensweisen der Partner innerhalb der Beziehung. Diese neuen Lebensthemen erfordern meist ein neues Verhalten, andere Reaktionen. Und dies kann dann das Gleichgewicht in der Partnerschaft langfristig enorm belasten oder stören. Es gibt Menschen die sich in die Arbeit stürzen, um damit die z.B. fehlende Anerkennung kompensieren. Andere wiederum legen all ihre Aufmerksamkeit in die Kindererziehung. Auch Frustkäufe oder Essen als Ersatzbefriedigung kennen wir doch alle.

Trotz dieser Strategien mit den Veränderungen besser klar zu kommen, kommt der Zustand der Angespanntheit und Unzufriedenheit schnell wieder zurück. Dinge die einem in einer Partnerschaft fehlen, versucht jeder auf eine andere Art und Weise auszugleichen.

Mangelerscheinungen in einer Beziehung beheben

Dieses Mangelerleben wird nicht besser indem man versucht andere Bereiche zeitlich noch “mehr” oder noch “besser” auszuüben oder sich abzulenken, sondern indem man den Mangel behebt.

Werden diese Mangelerscheinungen in einer Beziehung nicht erkannt und behoben, ziehen sich die Partner immer mehr voneinander zurück. Werden Nähe, Geborgenheit, Gespräche, Offenheit, Respekt, Vertrauen oder ein befriedigendes Sexleben eingeschränkt, ist die Folge, dass man sich irgendwann nichts mehr zu sagen hat und nur noch neben einander her lebt. Jeder geht seine Wege…

Um das zu vermeiden, ermöglichen wir jedem Paar in wertschätzender Art und Weise über die belastenden Themen zu sprechen. Es gilt  gemeinsam herauszufinden, wer welches Mangelempfinden hat und wie jeder für sich und beide gemeinsam wieder zueinander finden.

Seien SIE es sich wert!

Coaching & Paarberatung Kerstin Janzen

 

Vom verliebten Traumpaar zum Einzelkämpfer

Traumpaar oder Einzelkämpfer? Eine wahre Geschichte aus dem Leben.

Vielleicht kennen Sie diese Geschichte aus Ihrem Bekanntenkreis oder aus Ihrem eigenen Leben?

Ein Mann und eine Frau suchen Mr. and Mrs. Right für’s Leben. Den Seelenverwandten. Den einen Menschen mit dem man alt werden will. Wenn man das unendliche Glück hat und diesen einen Menschen trifft und sich verliebt, dann kann man nicht mehr ohne ihn sein. Denn dieser Mensch bedeutet einem alles im Leben. Alles ist aufregend, alles ist schön. Keine Minute mehr ohne den anderen sein, alles im Leben teilen: gemeinsame Unternehmungen, das spontane Essengehen im Lieblingsrestaurant, der Kinobesuch, die Blumen für die tollste Frau der Welt, das Kuscheln auf der Couch, das Schmusen und Küssen, die Zärtlichkeiten, der aufregende Sex, einfach alles.

Man heiratet als Traumpaar und bums  ist irgendwann, irgendwie der Alltag da und alles ist anders.

Schleichend hat sich alles irgendwie verändert. Nach dem Studium oder der abgeschlossenen Lehre ging‘s in die Selbstständigkeit oder den ersten Job. Das Haus wurde gekauft oder gebaut, die Kinder kamen, der Arbeitsstress nahm zu. Beide haben gearbeitet als gäbe es kein Morgen mehr. Dem Burnout gerade noch von der Schippe gesprungen. Doch abends fertig, man möchte einfach nur mal zur Ruhe kommen. Aber es ist geschafft! Beruflich sind beide erfolgreich, stehen mit beiden Beinen fest im Job, eigenes Haus und eigenes Auto, Kinder, alles ist da. Jeder hat sein eigenes Hobby. Jeder hat nun Zeit für sich. Ob für Yoga oder für ein Pferd oder für Sport oder die Freunde. Doch fast alles, was wir unternehmen, machen wir allein. Das abendliche Ritual zweier sich einst so liebender Menschen ist (vielleicht noch) das gemeinsame, wortkarge Abendessen und das Fernsehschauen auf der Couch. Oder sie liest ein Buch und er schaut Sport oder sitzt vor dem Rechner.

War es das? Ist es das Leben, dass man sich gemeinsam erträumt hat?

Soll es so bleiben bis zum ENDE? Was ist aus uns dem Traumpaar geworden?

Wo ist das gemeinsame aufregende Leben zu zweit geblieben? Wo sind die einst so schönen Zeiten aus der Verliebtheitsphase geblieben? Das WIR, die Wertschätzung, die Beachtung, die Liebe, die Gemeinsamkeit, die Erotik. Wo ist alles hin?

Entdecken Sie wieder Ihre Liebe. Sie ist nicht verschwunden, sondern ist nur verdeckt durch den Alltag, die Gewohnheiten. So wie die Sonne nicht verschwunden ist, nur weil Wolken sie verdecken…

Kommen Sie sich wieder näher, wecken Sie Ihre Leidenschaft, tun SIE etwas für sich und für Ihre Partnerschaft. Sie haben sich das verdient! Nicht umsonst waren Sie einst ein Traumpaar…

 

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10 Tipps zum Glücklichsein

Tipps zum Glücklichsein – gibt es die denn überhaupt? Ja, es gibt sie! Hier erfährst du unsere besten Tipps, die uns helfen, trotz Stress uns Alltagsproblemen glücklich und zufrieden zu sein. 

 

TIPP 1:

Erfreue dich oft an kleinen Dingen. Je häufiger du es schaffst, umso glücklicher wirst du. Und wo lauern Glücksmomente? Überall! Nimm mit allen Sinnen und bewusst deine Umgebung wahr – Selbstverständliches kann für dich so zu einer wahren Glücksquelle werden.

TIPP 2:

Bleibe mit deinen Gedanken im Hier und Jetzt. Meist sind wir mit unseren Gedanken irgendwo in der Zukunft oder Vergangenheit. Wir wälzen Probleme und gehen schwierige Situationen immer wieder in Gedanken durch. Dabei verpassen wir die Dinge, die uns in diesem Moment glücklich machen könnten. Glück spürst du immer nur im Hier und Jetzt.

TIPP 3:

Sollte… Könnte… Würde… ? Einfach mal etwas machen. Vielleicht auch etwas, dass du schon lange oder noch nie gemacht hast. Setz dich morgens beim Frühstück mal auf einen anderen Platz, nimm eine andere Strecke zur Schule, Arbeit. Lass mal einen Abend lang den Fernseher ausgeschaltet. Oder überrasche deinen Partner / einen lieben Menschen heute mit einer Kleinigkeit. Jede Veränderung bringt dich aus dem Alltagstrott hin zum Glücklichsein.

TIPP 4:

Denk vor dem Zubettgehen an drei Dinge, über die du dich an diesem Tag gefreut hast. Oder führe ein Freudentagebuch, in dem du nur die positiven und schönen Dinge festhältst.

TIPP 5:

Geärgert wird man nicht, sondern man ärgert sich selbst. Und man hat keinen Stress, sondern macht sich Stress. Wir sind selbst unseres Glückes Schmied sind. Wir brauchen nur unsere Einstellung zu den Dingen zu ändern. Es gibt zu allem eine positive und eine negative Sichtweise. Wenn dich etwas ärgert, das du nicht ändern kannst, suche nach den positiven Aspekten und mach das Beste aus der Situation.

TIPP 6:

Dein Glück ist nicht von äußeren Faktoren abhängig. Sie spielen sicherlich eine Rolle für das erhoffte Glück, werden von uns aber bei weitem überschätzt. Du kennst das bestimmt: Wenn du dein Glück an gewisse Bedingungen knüpfst, ergeben sich meist Situationen, in denen die Bedingungen nicht mehr erfüllt sind. Du wirst also NIE glücklich…

TIPP 7:

Worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst, bestimmt dein Leben. Es ist deine Entscheidung, wem und was du deine Aufmerksamkeit schenkst und womit du dich beschäftigst.

TIPP 8:

Achte auf deine Gedanken und deine Sprache. Das Wort „muss“ vermittelt dir das Gefühl von Unfreiheit. Ersetze es durch „Ich will, ich kann, ich werde, ich möchte“ und deine Einstellung zu dem Gesagten verändert sich.

TIPP 9:

Lächele. Ganz bewusst, auch wenn es gerade keinen Grund dafür gibt. Nach 20 Sekunden kannst du das angenehme Gefühl bereits spüren. Das Gehirn merkt nicht, ob es sich um ein echtes Lächeln handelt. Wichtig ist nur, dass sich der Augenringmuskel für mindestens 20 Sekunden zusammenzieht.

TIPP 10:

Wenn du etwas wirklich willst, dann fang damit an. Heute. Lass dich nicht von anderen von deinem Weg abbringen. Hinterlasse deine Spuren im Leben.

Wir wünschen dir, dass du mit Herz und Seele glücklich bist! Du hast es verdient.

Lass es dir gut gehen…

Dein Team „Mein Persönlicher Coach“

 

Was ist Paartherapie?


Paartherapie? Was passiert da eigentlich genau?

Was ist Paartherapie – Der Kuss am Morgen, liebevolle Worte – das alles war einmal. Aber wie konnte es so weit kommen? Die beiden Paartherapeuten Kerstin &  Jörg Janzen geben Ihnen hier Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Wenn Ihre Liebe zu scheitern droht, wenn Vorwürfe, Streit, Sprachlosigkeit oder Schweigen zur Regelmäßigkeit werden, ist eine Paartherapie oft der beste Weg. Doch ist das auch der richtige Weg für Sie? 

Was ist Paartherapie?

Diese Fragen sind sinnvoll. Gerade dann, wenn Sie schon viel Kraft eingesetzt haben und Sie sich dennoch immer weiter voneinander entfernen. Allein kommt man da oft nicht weiter. Und mit dem Partner funktionieren Gespräche auch nicht mehr. Hier gibt Ihnen die Paartherapie – oder auch Paarberatung genannt – den Raum und die Gelegenheit wieder aufeinander zuzugehen.

Sie sind noch unsicher? Dann lesen Sie unsere Antworten auf die 10 meist gestellten Fragen unserer Klienten.

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Führen Sie eine glückliche Partnerschaft?

Bin ich noch glücklich? Liebt mich mein Partner noch oder ist unsere Liebe zur Gewohnheit geworden? Woran erkenne ich, ob eine Paarberatung/Paartherapie für uns hilfreich sein kann?

 

Diese oder ähnliche Fragen beschäftigen viele Menschen, die spüren, dass ihre Beziehung immer häufiger von Unstimmigkeiten oder fehlender Wertschätzung geprägt ist.  

„Ich sehne mich nach guten Gesprächen, nach liebevollen Blicken und Zärtlichkeit. Warum ist das im Laufe der Zeit immer mehr auf der Strecke geblieben?“ 

Dies werden wir oft von Paaren gefragt. Doch hierzu gibt es keine allgemeingültige Antwort. Jede Beziehung hat ihre eigene Dynamik und die Gründe für ein Erlöschen des Feuers können vielfältig sein.

Aus diesem Grunde haben wir einen Schnelltest entwickelt, mit dem Sie Ihre Beziehung auf den „Prüfstand“ stellen können. Gewinnen Sie mit der Beantwortung einiger weniger Fragen Klarheit über Ihren Beziehungszustand.

 

Mein Beziehungs-Schnelltest

 
 JaNein
  1. Mir fehlt immer häufiger die Nähe, Zärtlichkeit meines Partners.  
  2. Eifersucht ist ein wiederkehrendes Thema bei mir.  
  3. Ich sehne mich nach einem Abenteuer außerhalb meiner Beziehung.  
  4. Der Ex-Partner spielt noch immer eine wichtige Rolle.  
  5. Das Bedürfnis nach gemeinsamen Aktivitäten ist bei uns unterschiedlich ausgeprägt.  
  6. Ich habe unerfüllte sexuelle Wünsche/Träume.  
  7. Wir haben immer mal wieder Geldsorgen.  
  8. Ich fühle mich meinem Partner gegenüber unter-/überlegen.  
  9. Wir leben mit mehreren Generationen in einem Haushalt/Haus.  
10. Das Bildungsniveau meines Partners ist wesentlich höher/niedriger.  
11. Ich habe schon häufiger meinem Partner einen Orgasmus vorgetäuscht.  
12. Unsere Beziehung war vor der Geburt unseres Kindes intensiver.  
13. Ich wünsche mir ein Kind, aber mein Partner will keine Kinder (mehr).  
14. Wir haben uns schon mehrmals getrennt.  
15. Mein Partner will deutlich häufiger Sex als ich.  
16. Es kam schon einmal zu Gewalt in unserer Partnerschaft.  
17. Eine Krankheit in der Familie beeinflusst stark unsere Beziehung.  
18. Ich frage mich, ob unsere Beziehung dem beruflichen Stress weiterhin standhalten wird.  
19. Wir streiten immer häufiger. Miteinander reden klappt nur noch selten.  
20. Einer von uns oder wir beide verbringen immer mehr Zeit im Internet.  

Wenn ein oder mehrere Punkte auf Sie zutreffen, dann scheint es in Ihrer Partnerschaft ungeklärte Themen zu geben, die Sie auf Dauer unzufrieden oder sogar unglücklich werden lassen.

Scheuen Sie sich nicht, mit uns ein kostenloses Kennenlerngespräch zu vereinbaren. Gern können Sie dieses unverbindliche Gespräch auch ohne Ihren Partner wahrnehmen.

Wir freuen uns auf Sie!

Kerstin Janzen und Jörg Janzen

 

     

Narrenfreiheit an Karneval – auch in der Beziehung?

Untreue an Karneval – Für viele ist Karneval der Ausnahmezustand – auch in der Partnerschaft. Bestimmt kennst du das aus eigener Erfahrung: in der Faschingswoche nehmen es Frauen wie Männer oft nicht so genau mit der Treue, auch wenn sie in festen Händen sind. Vielen ist dabei bewusst, dass der Schatz zu Hause bestimmt nicht entspannt reagiert, wenn man an Karneval fremdgeht. Aber dennoch ist Aufhören oft keine Alternative.

 Wann beginnt Untreue denn eigentlich?

Hierzu stehen Frauen und Männer ganz unterschiedlich. Knutscht der Partner fremd, fühlen sich Frauen meist betrogen. Männer dagegen haben oft erst Gewissensbisse, wenn Sex mit ins Spiel kommt.

Jeder Seitensprung, wie auch immer er definiert wird und ob Alkohol im Spiel war oder nicht, erschüttert eine Beziehung in ihren Grundfesten. Auch wenn es sich um einen einmaligen Ausrutscher handelt. Der Partner fühlt sich emotional so tief verletzt, dass es meist zum Bruch kommt. Daher klärt vorher, ob die Regeln für diese Zeit gelockert werden. Beispielsweise kann ein kleiner Flirt oder das eine oder andere Küsschen durchaus erlaubt sein.

Es ist passiert – lohnt es sich, um die Liebe zu kämpfen?

Ist dein Partner trotz der getroffenen Abmachungen untreu, ist es erst einmal ein Schock, da die Welt aus den Fugen gerät. Und auch dein Partner kämpft mit den Folgen seines Handelns: mit seiner Schuld, dem Durcheinander der Gefühle und sicher auch mit der Angst, die Beziehung damit aufs Spiel gesetzt zu haben. Ihr beide solltet jetzt möglichst nichts überstürzen.

  1. Gefühle ordnen

Nach einem Seitensprung solltet ihr beide euch Zeit geben, eure Gefühle bewusst wahrnehmen, sie wertschätzen und ordnen. Offene Gespräche über mögliche Gründe und

Gefühle sind nun wichtig, um zu überlegen, wie es weitergehen soll: Kann derjenige von euch, der betrogen wurde,überhaupt verzeihen? War es für denjenigen, der fremdgegangen ist ein einmaliger Ausrutscher oder stimmte einiges in der Beziehung schon länger nicht mehr? Gibt es einen Weg, mit dem ihr beide klarkommen könntet?

  1. Gefühlsausbrüche zulassen

Meist hat derjenige, der fremdgegangen ist unrealistische Erwartungen: Wer untreu war, möchte das ganze am liebsten so schnell wie möglich vergessen machen. Stellt der andere Fragen, bricht in Tränen aus oder hat Wutausbrüche, dann empfindet der „Täter“ hierfür oft kein Verständnis. Dabei sind die emotionalen Ausbrüche und das Klagen wichtig, um das Geschehene überhaupt verarbeiten zu können. Ob am Ende ein Verziehen möglich ist, hängt auch maßgeblich von der emotionalen Unterstützung seitens des Fremdgängers ab.

  1. Kann ein Paarcoaching helfen?

Wenn ihr nicht wisst, wie ihr miteinander umgehen sollt, eure Gespräche in der Sackgasse zu enden drohen und ihr im Gefühlschaos nicht wisst, welche Chancen eure Beziehung überhaupt noch hat, dann kann ein Paarcoach für Klarheit und neue Wege sorgen.       

Als Paarcoachs bieten wir euch einen neutralen Rahmen, sprechen offen mit euch über eure Bedürfnisse und Gefühle sprechen – vielleicht auch ob es möglicherweise in eurem sexuellen Leben Unzufriedenheiten gibt. Oft sind die Enttäuschungen und der Schmerz auf beiden Seiten so groß, dass die Kraft für ein allmähliches sich wieder annähern nicht ausreicht.

Hier kann ein Paarcoach eine wertvolle Unterstützung sein. Wir bieten euch – oder auch erst nur einem von euch – ein kostenloses Kennenlernen an. Wenn ihr beide euch eine zweite Chance geben wollt, dann besprechen wir, wie das Coaching gemeinsam oder auch eventuell einzeln erfolgen kann und welches Ziel ihr konkret mit dem Coaching verfolgen wollt. Natürlich kann sich während des Coachings auch herausstellen, dass es für eure Beziehung keine Chance mehr gibt. Dann unterstützen wir euch gern dabei, durch eine faire und einvernehmliche Trennung den Schmerz nicht noch zu vergrößern.

Auch wenn die Verletzung gerade unglaublich schmerzt und du dich nur noch verkriechen willst, kann diese Krise eine Chance für einen Neuanfang sein – gemeinsam oder jeder für sich.

Wir wünschen dir und deinem Partner in der Karnevalszeit und auch danach alles Gute! 

Lasst es euch gut gehen…

Dein Team „Mein Persönlicher Coach“

Die Sehnsucht nach den wahren Gefühlen, der Romantik in uns

Manchmal fühlen wir uns wie im falschen Leben, weil wir etwas tun müssen, was wir gar nicht tun wollen. Sowohl im Beruf wie auch in unseren Beziehungen sind soziale Fähigkeiten wesentlich stärker gefragt als früher. Hier müssen wir kommunikationsstark sein, unsere Gefühle kontrollieren, empathisch sein. Damit wir mit unseren Kunden, unserem Partner auch ja korrekt umgehen können.

Es fühlt sich dann vielleicht sogar so an, als sollten wir zu Menschen nett sein, die wir, so wie sie sich gerade verhalten, überhaupt nicht mögen. Das ist enorm anstrengend. In diesen Momenten kämpfen wir innerlich gegen unseren Fluchtreflex an und verharren in der Situation. In uns steigt dann oft die Sehnsucht nach dem Echt-sein auf. Der Wunsch, seine wahren Gefühle zeigen zu dürfen. Unserem Gegenüber einfach mal die Meinung sagen zu dürfen oder ihn stehen zu lassen und für sich selbst zu sorgen. Doch wie oft spielen wir die Rolle des sympathischen und verständnisvollen Mitarbeiters, des liebenden Partners. Vielleicht sogar bis zur Perfektion. Die Folge ist dann: der Mitarbeiter des Monats spürt sein Unwohlsein gegenüber dem barschen Kunden, dem nichts richtig zu machen ist, nicht mehr. Und die Ehefrau schluckt ihren Frust herunter, statt ihrem Partner zu sagen, dass sie sich gekränkt fühlt, weil er wieder nicht mit ihr gemeinsam den Abend verbracht hat. Stattdessen reißen sich beide zusammen und spielen die Rolle, die von ihnen erwartet wird: Verständnis zeigen, auf den Gesprächspartner eingehen, die eigenen Gefühle in die tiefste Ecke unseres Seins verbannen. Wir müssen uns eben nur noch etwas mehr anstrengen… dann werden wir auch irgendwann richtig glücklich sein. Doch dabei bleiben wir selbst auf der Strecke. Nicht umsonst steigen die Zahlen an Burnout Erkrankten immer drastischer an. Und nicht umsonst sehnen sich immer mehr Menschen nach Echtheit, nach wahren Gefühlen, nach Romantik.

Hör` auf die Stimme, hör` was sie sagt

Ich beobachte in unseren Coachings und Paarberatungen immer wieder, dass es ganz tief  in uns eine Instanz gibt, die sehr genau weiß, dass es sich bei manchen Gefühlen um eine Selbsttäuschung handelt. Schauen wir uns manche Hochzeitspaare an. Da kann man schon absehen, dass die Ehe nicht lange halten wird. Aber sie ziehen die romantisch durchgestylte Hochzeit mit weißer Kutsche, Rosen und so weiter durch. Es soll schließlich der schönste Tag im Leben werden. Und bei der perfekten Inszenierung durch den Hochzeitsplaner übermannt es dann sogar den einen oder anderen und er oder sie hält das Erlebnis für authentisch, für die große Liebe. So stark kann unsere Sucht nach Romantik, nach echten, tiefen Gefühlen sein. So stark, dass wir auf unsere innere Stimme nicht mehr hören.

woman embracing sweetly his dog while looking the viewLeider bringen uns diese inszenierten Gefühle keine Befriedigung. Zumindest nicht auf Dauer. Doch was können wir tun? Wie entkommen wir der ewigen Sucht nach dem wahren, dem vollkommenden Leben? Warum drängt es uns Menschen immer stärker danach, bei jeder Gelegenheit ein Selfie zu schießen um den Moment einzufangen, der unser „wahres Ich“ zeigt? Warum werden wir immer süchtiger nach Authenzität? Die Sucht nach dem wahren Ich ist nicht anders als die Drogen- oder Spielsucht. Man scheint den eigenen Bedürfnissen ein Stück näher zu kommen, aber eben immer nur für einen kurzen Moment. Die Befriedigung hält nicht lange an. Echtheit, Authenzität, Glücklichsein sind Begriffe, die nichts mit unserem Alltag zu tun haben. Unser Leben ist nicht immer nur glücklich und wunderschön. Und wir können es auch nicht sein. Wir bekommen oft suggeriert, wir müssten uns ständig optimieren, ständig an uns arbeiten, dann klappt das auch mit dem Glücklichsein. Doch das ist eben nur ein Trugbild.

“I am what I am!”

Bestimmt kennst du diesen Song von Gloria Gaynor. Er schenkt dir Entspannung und Frieden! Sei öfter einfach so wie du bist und nicht wie andere dich haben wollen.

Lasst es dir wieder gut gehen… Happy Sunday!

Deine Kerstin vom Team „Mein Persönlicher Coach“

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