Was belastet Angehörige von Demenzerkrankten?

Der Frage: „Was belastet Angehörige von Demenzerkrankten?“ möchten wir hier mit einigen Beispielen nachgehen.

Die angespannte Beziehung zum erkrankten Familienmitglied

Durch eine Demenzerkrankung wird die bisherige Beziehung sehr stark verändert und ist meist sehr angespannt.

Der Bedarf an Beaufsichtigung

Angehörige sind permanent gefordert, das Gefährdungspotenzial für das an Demenz erkrankte Familienmitglied einzuschätzen und entsprechend zu handeln. Gerade in Phasen hoher motorischer Unruhe des Demenzkranken führt das zu einem umfassenden Beaufsichtigungsbedarf. Der Umgang mit Feuer, Elektrizität und Gas ebenso wie die unkontrollierte Einnahme von Medikamenten oder anderer Substanzen können risikobehaftet sein. Die Sicherstellung einer möglichst niedrigen Gefährdung gehört entsprechend zu den Aufgaben der Angehörigen.

Das Überschreiten von Grenzen

Die Übernahme bestimmter Aufgaben erfordert das Überschreiten einstmals bestehender Grenzen. Das betrifft insbesondere Ernährung, Körperpflege und Ausscheidungen. Angehörige müssen dabei oft Tabus überschreiten, was ihnen alles andere als leichtfällt. Selbst wenn sie auf professionelle Hilfe zurückgreifen, müssen sie die Verantwortung für eine solche Entscheidung übernehmen, durch die sie sich den Unmut der Erkrankten zuziehen können.

Die Unsicherheit über den Krankheitsverlauf

Wie andere chronische Krankheiten, geht auch die Demenz mit großer Unsicherheit über den zukünftigen Verlauf einher. Das stellt einen erheblichen Belastungsfaktor dar. Dies gilt insbesondere dann, wenn Angehörige beim Blick in die Zukunft auf sich allein gestellt sind, was leider noch viel zu oft der Fall ist.

Die Unsicherheit über das eigene Wohlergehen

Die Verschlechterung der eigenen Gesundheit steht mit den Zukunftssorgen in einem unmittelbaren Zusammenhang. Angehörige machen sich berechtigte Sorgen um ihr eigenes Wohlergehen und fragen sich, ob sie den körperlich und emotional anstrengenden Belastungen gewachsen sind. Dabei ist zu berücksichtigen, dass viele Angehörige älter als 65 Jahre sind und bereits selbst von funktionellen Beeinträchtigungen betroffen sein können. Daneben stellt sich durch den eigenen Gesundheitszustand auch die Frage nach der Stabilität der Pflegesituation. Vor allem im häuslichen Bereich haben viele Angehörige Angst, dass sie eines Tages „nicht mehr können“ und ihr demenziell erkranktes Familienmitglied zwangsläufig in eine stationäre Einrichtung übersiedeln muss.

 

Wir wissen, dass die Situation egal ob pflegend zuhause oder in einer Einrichtung eine körperliche und emotionale Anstrengung/Belastung  für Sie bedeutet. Beruflich wie auch partnerschaftlich kommt es irgendwann zu einer Überforderung und Konfliktsituation.

WIR möchten SIE dabei unterstützen um mit dieser veränderten Lebenssituation besser zurecht zu kommen, Alternativen zu sehen und Wege aus einer „Krise“ zu finden.

Wir beraten Sie gerne zu allen Themen.

Außerdem sensibilisieren wir SIE im Umgang mit Demenzerkrankten Menschen. Unser aller handeln und Verhalten beeinflusst im wesentlichen das Verhalten eines an Demenz erkrankten Menschen.  Wir geben Ihnen Tips wie Sie in verschiedenen Situationen anders reagieren können.

Wir unterstützen Sie mit Gesprächen und Übungen in allen beruflichen und partnerschaftlichen Belangen. Wenn es Aufgrund der Pflegesituation zu einer beruflichen Veränderung/Arbeitswechsel kommen soll oder im familiären Bereich, durch die häusliche Pflege des Familienangehörigen Themen hochgekommen sind, die es zu bearbeiten gilt, stehen wir Ihnen auch dabei gerne mit Beratung und Coaching zur Seite.

Und manchmal, will man einfach nur reden!